Dienstag, 09. März 2010 Wie weit rechts stehen die Schwarzen in NÖ? Landeshauptmann Erwin Pröll ließ über Klubobmann Schneeberger die grundsätzliche Wählbarkeit der rechten Reckin Rosenkranz im ORF Report feststellen. Nun rudert dieser zurück und wirft dem ORF Manipulation vor.
Auf Grund des Manipulationsvorwurfs durch die ÖVP NÖ sah sich das Redaktionsteam des Reports genötigt, einen offenen Brief zu formulieren. Die Vorgangsweise der ÖVP NÖ zeigt aber auch eine gewisse Sympathie der niederösterreichischen Volkspartei und ihrer Funktionärinnen und Funktionären der Freiheitlichen Partei gegenüber. So meinte VP Niederösterreichs Klubobmann Klaus Schneeberger gegenüber der Zeitung Österreich: "Ich habe Frau Rosenkranz in den vergangenen 18 Jahren kennen und schätzen gelernt. Ich weiß von keinen wie immer gearteten rechten Auswüchsen." Da es sich bei Schneeberger um einen führenden Politiker der ÖVP NÖ handelt, ist nicht anzunehmen, dass es sich hier um eine Privatmeinung handelt. Vor allem auch deshalb, da die niederösterreichische Volkspartei nichts ungeplant geschehen lässt.
Hier die Stellungnahme des Reportteams:
"Klaus Schneeberger kam im Beitrag mit folgender Aussage zu Wort: "Ich würde es so formulieren: Ein ÖVP-Wähler - bevor er einen Herrn Fischer wählt, wird er eine Frau Rosenkranz wählen. Aber ich bin überzeugt, dass die Mehrheit ungültig wählt." In "Im Zentrum" behauptete Klaus Schneeberger, er habe im Interview für "Report" betont, dass Frau Rosenkranz für ihn nicht wählbar sei und er habe auch die Gründe dafür angeführt. Diese Aussage ist unwahr. Das beabsichtigte Wahlverhalten des OVP-NÖ-Klubobmanns ist weder "im selben Atemzug" mit der ausgestrahlten Interviewpassage noch an anderer Stelle im "Report"-Interview thematisiert worden. Herr Schneeberger wurde zu seinem persönlichen Wahlverhalten weder gefragt noch hat er sich im Rahmen dieses Interviews ungefragt dazu geäußert. Dass dem OVP-NÖ-Klubobmann seine "Report"-Aussagen inzwischen unangenehm sind, ist nachvollziehbar. Sie mit einem unhaltbaren "Manipulationsvorwurf" aus der Welt schaffen zu wollen ist allerdings inakzeptabel".

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Letzte Aktualisierung:
06. 09. 2010, 16:47
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